Wildkaffee

Zusammenfassung


Regenwaldschutz durch gezielte Nutzung – so lässt sich das wichtigste Projektziel von Wildkaffee beschreiben. Faire Preise und eine langfristige Abnahmesicherheit bescheren den Bauern höhere Einkommen und wecken ihr Interesse, ihre Einkommensquelle, den Regenwald mit seinen Wildkaffeebeständen, auf Dauer zu schützen.

Um die nachhaltige Entwicklung der Region langfristig zu sichern, ist in der Region Kaffa das erste Biosphärenreservat von Äthiophien geschaffen worden. Es umfasst elf streng geschützte Wald-Kernzonen (ca. 41.400 ha). Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung lassen sich so langfristig miteinander vereinen.
Nachhaltigkeit impliziert außerdem, dass die Erzeugung des Kaffees internationalen Qualitätsstandards genügt. Nur so können weitere Absatzmärkte erschlossen werden.
Seit der Ernte 2006/07 trägt der wild gesammelte Kaffa-Kaffee nicht nur das Biosiegel, sondern auch das von neutraler Stelle überwachte Zertifikat für soziale Nachhaltigkeit und fairen Handel. Dies impliziert u.a., dass OriginalFood der Kaffa Farmers Union regelmäßig Preise weit über dem Weltmarktniveau bezahlt.

Der Kaffee


Die Bohnen unseres Wildkaffees stammen aus der äthiopischen Region Kaffa, die dem berühmtesten Getränk der Welt seinen Namen gegeben hat. Das Gebiet gilt als Urheimat des Coffea Arabica – eine Einschätzung, die auch Botaniker angesichts der einzigartigen genetischen Vielfalt an Arabica-Pflanzen teilen. Bis heute reift im Südwestens Äthiopiens Kaffee wild im Regenwald – an Pflanzen, die dort wie seit Zehntausenden von Jahren wachsen. Ohne Plantage, gänzlich unverfälscht und mit unglaublichem Aroma. Die Bauern im Bonga Forest pflücken den Kaffee per Hand und können dadurch auf die sorgfältige Auswahl der reifen Kirschen achten: ein wichtiges Kriterium für die hohe Qualität des Rohkaffees. Die roten Kirschen werden in der Sonne getrocknet und anschließend geschält. Durch diese natürliche Aufbereitung des Kaffees ist das Röstbild nicht so gleichmäßig wie bei gewaschenen Kaffees, dafür weisen sonnengetrocknete Kaffees ein viel intensiveres Aroma und eine einzigartige Fülle auf.

 

Die grünen Kaffeebohnen werden zunächst in Bonga und dann noch einmal in Addis Abeba von Hand verlesen, danach wird der Kaffee von Djibouti nach Hamburg verschifft. Um den unvergleichlichen Charakter des Wildkaffees hervorzuheben, wird er traditionell und schonend bei ca. 200°C im Trommelröster geröstet.

Die Menschen


Inzwischen gehören rund 8.400 Haushalte einer von 38 Kooperativen an, die sich zur Kaffa Farmers Union zusammengeschlossen haben. Die Kooperativen organisieren die Aufbereitung der Bohnen und garantieren ihren Mitgliedern ein geregeltes Einkommen. Dies ermöglicht den Bauern, ihre Kinder zur Schule zu schicken und Güter zu kaufen, die sie nicht selbst produzieren. Somit stellt der Wildkaffee für über 80.000 Menschen die wichtigste Einkommensquelle dar.
Dank des Wildkaffee-Projekts sind mittlerweile 120 Quadratkilometer Wald unter „partizipatives Wald-Management“ (PFM) gestellt. Das bedeutet, dass die Kaffeebauern weiterhin Kaffeekirschen im Wald pflücken dürfen; gleichzeitig haben sie sich zu Schutz und Bewahrung des Waldes verpflichtet. Dieser Schutz bzw. die nachhaltige Nutzung liegen im ureigenen Interesse der Bauern – schließlich sind der Wald und seine Produkte ihre Haupteinkommensquelle. Und auch der Rest der Welt profitiert vom Schutz des äthiopischen Regenwaldes. Zum einen angesichts seines Beitrags zum globalen Klima; zum anderen, weil der nur hier wild wachsende Coffea Arabica eine genetische Ressource von unschätzbarem Wert darstellt.


Mehr Informationen zu Wildkaffee

Homepage von wildkaffee


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Projekt folder über Wildkaffee


Download
Ausführlicher Projekt folder (Von Originalfood Freiburg)
project folder_2017.pdf
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Persönliches Gespräch


Du kannst auch gerne Sonntags zu Café Öffnungszeiten vorbei kommen und Dir bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Kuchen das Projekt von uns persönlich vorstellen lassen. Gerne haben wir auch Infomaterial für Dich.